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“Sind Sie für oder gegen den Klimawandel?”
“Dafür.”
“Warum?”
“Weil es so nicht weitergehen kann, vor allem nicht für die Zukunft.”
(leider) gehört in der Sendung “Wie bitte?” im ORF
Das Einzige, was auf der Welt wirklich Methode hat, ist und bleibt die Dummheit. Das wird sich auch 2009 nicht ändern.
Rutscht alle gut ins neue Jahr, lasst es euch gut gehen…ihr wisst schon. Ich verkriech mich jetzt, würde gern meine Hände, Füße und vor allem meinen Hintern wieder spüren. Scheiß Kälte. Achtet darauf, dass kein Idiot euch eine Rakete ins Fenster schießt oder euch auf der Straße einen Knaller ins Gesicht wirft. Wär nicht das erste Mal. Bis nächstes Jahr!
Es ist ohne Ankündigung plötzlich da. Dieses Gefühl. Um es zu beschreiben, fehlen mir die passenden Worte und es ist mir fast unangenehm über dieses Gefühl zu sprechen. Hier auf diesem Blog, generell. Das liegt wahrscheinlich an meinen immens großen Selbstzweifeln. Um das etwas zu verdeutlichen, möchte ich einen Vergleich anstellen. Ich bin wie Lisa Simpson, nur weniger intelligent. Ich bin und bleibe mein größter Kritiker. Ich suche nach Bestätigung und Anerkennung. Ich glaube, ich mache nichts wirklich gut, erreiche nie mein wahrscheinlich selbst sehr hochgestecktes Ziel. Es macht mir Angst, weil ich mich frage, ob sich das jemals bessern wird – einfach befreit von meinen Zweifeln werde ich nie, das weiß ich und das ist auch gut so, denke ich. Wahrscheinlich, nein, eigentlich bin ich mir relativ sicher, dass diese Selbstkritik (mit) Auslöser für dieses Gefühl ist.
Leere. So würde ich es am ehesten beschreiben. Nicht weiter wissen. Sobald dieses Gefühl aufkommt, beherrscht es mich und ich bin nicht fähig etwas anderes zu fühlen. Ich sage mir dann immer, dass es vorbei geht, dass das nur eine Frage der Zeit ist bis ich mich nicht mehr leer fühle. Ich gebe der Schule die Schuld dafür, weil ich für nichts anderes mehr Zeit habe. Aber tief in mir weiß ich, dass das nicht der Grund ist. Es spielt bestimmt eine Rolle. Jeder wird mir recht geben, dass es nicht normal ist den ganzen Tag entweder in der Schule zu sein oder für die Schule zu lernen. 7 verdammte Tage lang, ohne Pause.
Trotzdem ist es was Anderes und ich weiß nicht was. Natürlich stelle ich Vermutungen an, aber dann denke ich mir, “Du hast keinen Grund dich leer zu fühlen. Du hast alles, was du brauchst.” Und eigentlich stimmt das auch. Ich war nie ein besonders sozialer Mensch. Sozial in dem Sinne, dass mir Zusammensitzen mit vielen Leuten (sprich saufen ohne Ende) immer ein Dorn im Auge war. Ja, ich denke zu engstirnig darüber und ich öffne mich für diese Sache auch nicht, weil ich es einfach nicht will. Es macht mir keinen Spaß anderen zuzusehen, wie sie mit jeder Minute Gehirnzellen abtöten, schweinisch werden, über jeden verdammten Scheiß minutenlang lachen können und schlussendlich kotzen. Sollen sie es tun, aber ohne mich. Darauf habe ich einfach keine Lust, was natürlich auch etwas mit meiner Angst vor Kotze zu tun hat, aber nur ein bisschen. Und es macht mich so unglaublich wütend, wenn ich dafür verurteilt werde. Ich bin jetzt 18, das Leben fängt erst an, olé, lasst uns saufen bis wir im Krankenhaus liegen und uns den Magen auspumpen lassen. Awww, screw you.
Das ist es also eindeutig nicht, was mir fehlt. Sobald ich diese Gedankengänge an die 34523 Mal durchgegangen bin, frage ich mich, ob das Leben einfach so ist. Strebt der Mensch nach irgendeiner Erfüllung? Oder bin ich einfach unzufrieden? Und nach diesen Fragen kommt in mir der Verdacht auf, den ich immer versuche zu verdrängen. Der Abwehrmechanismus wird ausgeschalten und da ist es. Liebe. Wenn der Mensch nach etwas strebt, dann wohl nach Liebe. Dabei ist die Liebe zu einem Mann eher zweitrangig. Ich meine Liebe von den Menschen um mich herum. Kein Mensch kann sehen, was ich fühle und mir immer geben, was ich brauche, aber ich fühle mich oft unbestätigt, nutzlos, dumm und vor allem unsicher. Ich weiß nicht, ob ich zu anspruchsvoll bin, aber ich fühle mich auch nicht gezwungen mich für dieses Gefühl zu rechtfertigen. Vielleicht, so kommt mir gerade der Gedanke, sollte ich nicht Liebe von anderen erwarten, sondern nur von mir selbst. Selbstliebe.
Ich sollte wohl doch endlich über die 10 Seiten Marke von Erich Fromms “Kunst der Liebe” kommen. Vielleicht stoße ich dabei auf eine Antwort zu meiner Frage. Vielleicht hatte auch Viktor Frankl mit der Aussage “Ganz Mensch ist der Mensch eigentlich nur dort, wo er ganz aufgeht in einer Sache, ganz hingegeben ist an eine andere Person. Und ganz selbst wird er, wo er sich selbst übersieht und vergisst“ recht. Ich weiß es nicht, aber ich werde es herausfinden.
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Als Josef mit Maria von Nazareth her unterwegs war, um in Bethlehem anzugeben, dass er von David abstamme, was die Obrigkeit so gut wie unsereins hätte wissen müssen, weil es ja längst geschrieben stand, – um jene Zeit also kam der Engel Gabriel heimlich noch einmal vom Himmel herab, um im Stall nach dem Rechten zu sehen. Es war sogar für einen Erzengel in seiner Erleuchtung schwer zu begreifen, warum es nun der aller erbärmlichste Stall sein musste, in dem der Herr zur Welt kommen sollte, und seine Wiege nichts weiter als eine Futterkrippe.
Aber Gabriel wollte wenigstens noch den Winden gebieten, dass sie nicht gar zu grob durch die Ritzen pfiffen, und die Wolken am Himmel sollten nicht gleich wieder in Rührung zerfließen und das Kind mit ihren Tränen überschütten, und was das Licht inder Laterne betraf, so musste man ihm noch einmal einschärfen, nur bescheiden zu leuchten und nicht etwa zu blenden und zu glänzen wie der Weihnachtsstern.
Der Erzengel stöberte auch alles kleine Getier aus dem Stall, die Ameisen und die Spinnen und die Mäuse, es war nicht auszudenken, was geschehen konnte, wenn sich die Mutter Maria vielleicht vorzeitig über eine Maus entsetzte! Nur Esel und Ochs durften bleiben, der Esel, weil man ihn später für die Flucht nach Ägypten zur Hand haben musste, und der Ochs, weil er so riesengroß und so faul war, dass ihn alle Heerscharen des Himmels nicht hätten von der Stelle bringen können.
Zuletzt verteilte Gabriel noch eine Schar Engelchen im Stall herum auf den Dachsparren, es waren solche von der kleinen Art, die fast nur aus Kopf und Flügeln bestehen. Sie sollten ja auch bloß still sitzen und Acht haben und sogleich Bescheid sagen geben, wenn dem Kinde in seiner nackten Armut etwas Böses drohte. Noch ein Blick in die Runde, dann hob der Mächtige seine Schwingen und rauschte davon.
Gut so. Aber nicht ganz gut, denn es saß noch ein Floh auf dem Boden der Krippe in der Streu und schlief. Dieses winzige Scheusal war dem Engel Gabriel entgangen, versteht sich, wann hatte auch ein Erzengel je mit Flöhen zu tun!
Als nun das Wunder geschehen war, und das Kind lag leibhaftig auf dem Stroh, so voller Liebreiz und so rührend arm, da hielten es die Engel unterm Dach nicht mehr aus vor Entzücken, sie umschwirrten die Krippe wie ein Flug Tauben. Etliche fächelten dem Knaben balsamische Düfte zu und die anderen zupften und zogen das Stroh zurecht, damit ihn ja kein Hälmchen drücken oder zwicken möchte.
Bei diesem Geraschel erwachte der Floh in der Streu. Es wurde ihm gleich himmelangst, weil er dachte, es sei jemand hinter ihm her, wie gewöhnlich. Er fuhr in der Krippe herum und versuchte alle seine Künste und schließlich, in der äußersten Not, schlüpfte er dem göttlichen Kinde ins Ohr. “Vergib mir!”, flüsterte der atemlose Floh, “aber ich kann nicht anders, sie bringen mich um, wenn sie mich erwischen. Ich verschwinde gleich wieder, göttliche Gnaden, lass mich nur sehen, wie!”
Er äugte also umher und hatte auch gleich seinen Plan. “Höre zu”, sagte er, “wenn ich alle Kraft zusammennehme, und wenn du still hältst, dann könnte ich vielleicht die Glatze des heiligen Josef erreichen, und von dort weg krieg ich das Fensterkreuz und die Tür…”
“Spring nur!”, sagte das Jesuskind unhörbar, “ich halte stille!”
Und da sprang der Floh. Aber es ließ sich nicht vermeiden, dass er das Kind ein wenig kitzelte, als er sich zurechtrückte und die Beine unter den Bauch zog. In diesem Augenblick rüttelte die Mutter Gottes ihren Gemahl aus dem Schlaf. “Ach, sieh doch!”, sagte Maria selig, “es lächelt schon!”
von Karl Heinrich Waggerl
Auch, wenn ich kein sehr gläubiger Mensch bin, war es für mich schön zuzuhören, wie meine Oma uns diese Geschichte vorgelesen hat. Auf diesem Wege wünsche ich all meinen Lesern frohe und besinnliche Weihnachten! Lasst es euch gut gehen. Ich hab jetzt schon an diesem Abend so viel gegessen, wie in der ganzen letzten Woche.
nothingness surounding us
light being taken away from our hearts
the darkness that crawls through our veins
this is life
embrace someone important to you
say, “I love you”
wish this moment would never end
this is life
dangerous like poison
but still sweet like honey, so tempting
forcing you to not let it go
this is life
Is this what we call life
really worth clinging to it?
I don’t know the answer
Do you?
von Alex
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Sieh an, ja, ich lebe noch. Die letzten Tage und Wochen waren etwas stressig. Ich hatte kaum Zeit zum Posten und wenn ich kurz welche hatte, fiel mir nichts anderes ein als über Schule zu reden und na ja, das ist einfach verdammt langweilig…
Weihnachten steht vor der Tür und eine sehr gute Freundin von mir hatte die grandiose Idee die Zeit vor Weihnachten etwas aufzumotzen. Ich versuche diesen Einfall jetzt mal so gut wie möglich wieder zu geben: Vorweg, wir sind zu Dritt und jede hat einen Adventskalender bekommen. Nun werden die 24 Tage durch 3 geteilt, was bekanntlich 8 ergibt (da sieht man wieder, wie viel einem 12 Jahre Matheunterricht bringen). Somit hat jede 8 Tage, an denen sie sich etwas wünschen darf, egal ob Süßigkeiten, ein Besuch auf einem Weihnachtsmarkt, etwas Selbstgebasteltes, doesn’t matter. Jedenfalls habe ich mir am Mittwoch, dem 3. Dezember, gewünscht, dass die beiden Mädels ein, zwei oder eventuell auch mehrere Gastbeiträge bis Weihnachten auf meinem Blog veröffentlichen. Mal schauen, was daraus wird. Ihr könnt euch auf jeden Fall auf geniale Beiträge freuen, die meine bisherigen wahrscheinlich bei weitem übertreffen werden (was auch nicht wirklich schwer ist, hehe).
Schöne Weihnachtszeit und hoffentlich angenehmen Nikolaustag!
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Als ich gestern kurz vor Mitternacht nach Hause kam, war der Boden nur “angezuckert”. Heute sieht das schon etwas anders aus:

Unser Garten (plus Häuschen)

Anhand der Mauer sieht man relativ gut, wie viel Schnee in den letzten Stunden ungefähr gefallen ist.

Meine Mama ist in Weihnachtsstimmung und hat mir schon zwei Santas ins Zimmer gestellt. Das Foto ist etwas unscharf, ich weiß, aber bei offenem Fenster war es verdammt kalt.
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Traurig, wenn das Wort “Klimaveränderung” bei Microsoft Word rot unterstrichen wird…

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Wir machen alle Fehler, eigentlich jeden Tag. Wir lügen einen lieben Freund an, spielen den Menschen etwas vor, lassen gemeine Bemerkungen hinter dem Rücken anderer ab oder beschuldigen andere völlig unzurecht.
Aber wer entscheidet eigentlich, ob der Fehler wirklich ein Fehler war? Wer entscheidet, was richtig und falsch ist?
Die heutige Gesellschaft ist so aufgebaut, dass man geradezu nur darauf wartet, dass wir etwas tun, dass andere verurteilen können. Ist uns etwa so langweilig? Brauchen wir das Gefühl, dass wir besser sind als ein anderer, weil dieser mehr Fehler macht, die die Gesellschaft als schlecht ansieht? Macht diese Regeln wirklich die Gesellschaft? Mal ganz abgesehen von den Menschenrechten, Tierrechten, usw. Diese Rechte werden hoffentlich von uns allen als vollkommen richtig angesehen, ohne gesellschaftlichen Drang. Aber was ist mit den “kleinen” zwischenmenschlichen Fehlern?
Sollte man nicht für sich selbst entscheiden können, ob die begangene Tat nun richtig oder falsch war? Sollten wir nicht etwas Falsches alleine bereuen, ohne den Gedanken, dass wir uns schlecht fühlen sollen, weil die Gesellschaft das von uns erwartet?
Wir sind für unsere Fehler verantwortlich. Für vorgeschriebene Fehler, die irgendwer als solche definiert hat. Und für diese werden wir verurteilt, manchmal mehr, manchmal weniger. Aber vielleicht sollte man auch anders denken: Nicht jeder lässt sich verurteilen oder gesteht sich einen gemachten Fehler ein. Trotzdem sitzen wir jeden Tag vor einem imaginären Gericht, wobei wir selbst Staatsanwalt und Verteidiger in einem sind, und die Gesellschaft der Richter.
Mein Maturaball ist ja jetzt schon seit ein paar Tagen vorbei und trotzdem wird im ganzen Bezirk darüber gesprochen. So hieß es heute in einer Zeitung: “Eklat: Maturaball endete mit Polizeieinsatz” Ich glaube, so etwas gab es bei einem Ball noch gar nie. Hauptsache, unserer wird frühzeitig abgebrochen.
Dabei fing es wirklich gar nicht so schlecht an. Als meine Freundin und ich eintrafen hieß es lediglich, dass wir zu wenig Getränke hätten. Später bemerkte ich dann auch, dass bei meinem Tisch zwei Stühle fehlten, die ich natürlich irgendwo auftreiben musste. Gelang mir auch. Übrigens, ein guter Tipp von mir: Haltet den Stuhl so, dass die Stuhlbeine von euch wegstehen. Man erntet zwar sehr, sehr böse Blicke, aber man kommt schneller in den ersten Stock. Meine gesamte Familie kam gerade noch so pünktlich an, weil sie auf der Fahrt bemerkten, dass sie die Eintrittskarten zu Hause liegen gelassen hatten und noch mal zurück mussten. Kurz vor der Eröffnungspolonaise erfuhren wir, dass zu wenig Busse für den Transfer der “Ballgäste” zur Verfügung standen, was uns aber bis dahin noch nicht störte. So tanzten wir quietschvergnügt unseren Walzer, der 6 Minuten andauerte. Ich spürte meine Füße nach geschätzten 2 Minuten nicht mehr.
Bis zur Mitternachtseinlage verlief dann meiner Meinung nach alles Bestens. Ich war die meiste Zeit bei meiner Familie und bekam nichts davon mit, dass die restlichen Busse um 22 Uhr eintrafen und sich der Saal immer mehr füllte. Der Direktor empfand die Einlagen aller drei Klassen als niveauvoll und unterhaltend, großer Pluspunkt für uns. Als wir dann den Saal verließen, in dem Familie und Freunde der Maturanten ausgelassen feierten, und das Foyer betraten, befanden wir uns in einem einzigen Chaos. Ich sah nur 3 Polizisten, die Jugendliche aus der Disco rauswarfen. Unten im Erdgeschoss beim Eingang war es noch schlimmer. Die überflüssige Security, bestehend aus 10 absoluten Schwächlingen, war heillos überfordert. Normalerweise würde man sich unter Security wohl bitte eine Gruppe von männlichen Kästen erwarten und keine mageren Zwerge, die sogar ich umhauen könnte.
Wir erfuhren, dass der Direktor die Polizei rief und den Ball räumen ließ. Natürlich stieß er da bei uns Maturanten auf einen heftigen Protest. So schrie ihn einer aus der Parallelklasse ständig an: “Das ist UNSER BALL!” Diesen stieß der Direktor lediglich zur Polizei. Ausschlaggebend für seine Entscheidung war eine Schlägerei in der Disco. Zudem forderte er die Schließung der Bar, sodass wir als Maturanten nicht mal mehr ein Mineralwasser zu trinken bekamen. Um 1 Uhr war dann Schluss mit dem Ball. Zuerst hieß es eigentlich nur, dass die Security-Leute die betrunkenen Jugendlichen rauswerfen sollten. Die konnten jedoch nicht zwischen nüchtern und betrunken unterscheiden und warfen einfach jeden raus. Diese standen dann bei 3 Grad draußen, im Kleid bzw. im Anzug.
Spätestens als ich mitbekam, dass die Leute von der Security den Vater einer Maturantin nicht mehr reinließen, war für mich der Ball endgültig gelaufen. Die Leute im Saal haben davon absolut nichts mitbekommen. Da ging es weiter feuchtfröhlich zur Sache. Mir verging der Spaß dabei einfach. Natürlich war ich auch für den Rauswurf der Besoffenen, aber nicht in dem Ausmaß. Das führte nur noch zu mehr Chaos. Die Leute, die rausgeworfen wurden, schlugen gegen die verschlossene Türe, die sie völlig zerstörten und für die wir, die Maturanten, nun bezahlen müssen. Dabei blieb es ja leider nicht. Weiters wurde ein 1600 Euro Blumentopf umgeworfen, die Bushaltestelle war überseht mit Glasscherben, die Busse mussten früher kommen, usw.
Erst am Montag erfuhr ich dann, wie besoffen die Leute wirklich waren. Mein Chemielehrer erzählte, dass er schon bei der Hinfahrt zum Ball dem Busfahrer zu sah, wie er zwei volle Eimer mit leeren Wodkaflaschen raus schleppte. Weiters sprach er sehr detailliert darüber, wie er auf dem Männerklo mit einem Jugendlichen redete, der über 2 Meter weg vom Pissoir stand, jedoch trotzdem sein bestes Stück raushängen ließ und sein Geschäft verrichtete. Auf seine Hose. Und dabei erzählte er meinem Lehrer, dass er gerade seinen C-Führerschein macht. Das war es aber noch gar nicht. Drei andere standen bei den Pissoirs, stellten dort ihr Bier hin und pinkelten dann ohne es selbst zu bemerken in ihre Bierflaschen, aus denen sie dann natürlich noch tranken. So kann man eine leere Bierflasche auch füllen. Der Tochter von meinem Lateinlehrer hat man auch bereits bei der Hinfahrt auf das Kleid gekotzt. Das finde ich dann wirklich nicht mehr lustig. Meine Verwandtschaft war sowieso absolut begeistert von der Entscheidung des Direktors. Die sind diese Saufgelagen der heutigen Jugend einfach nicht gewohnt. Ich auch nicht. Die gelangen da wirklich an die Abgründe der menschlichen Evolution.
Die Gerüchteküche brodelt natürlich. Mein Onkel hat gestern angerufen und gefragt, ob eine Mutter von einem Maturanten dem Direktor wirklich eine gescheuert hat. Nein, hat er nicht, aber dafür hat er ein 14-jähriges Mädchen die Treppe runtergeworfen und alle sind über sie getrampelt.
Einige Maturanten, darunter auch ich, standen dann bei unserem Klassenvorstand im Foyer vor der offenen Tür. Ich hatte außer meinem Kleid nichts an und ein Immunsystem ist bei mir nicht mal ansatzweise vorhanden, was bedeutet, dass ich jetzt natürlich mit Fieber im Bett liege.
Aber sonst war der Ball natürlich einsame Spitze…


